Step Forward — Psychosoziale Unterstützung in Bosnien
Psychosoziale Unterstützung für vulnerable Teile der bosnischen Bevölkerung — insbesondere Frauen und Kinder, die unter den Langzeitfolgen des Krieges leiden.
Laufzeit
Jan 2022 – Jun 2024 (30 Monate)
Projektkosten
90.050 EUR
Partner
Islamic Relief Bosnien und Herzegowina
Beg\u00fcnstigte
200 besonders vulnerable Frauen und Kinder
Einsatzgebiet
Bosnien und Herzegowina (Sarajevo, Tuzla, Brčko, Srebrenica, u. a.)
Heilung nach dem Krieg
Viele Erwachsene, die während des Bosnienkrieges traumatisiert wurden, leiden noch immer unter PTBS, Angststörungen und psychosomatischen Beschwerden. Psychische Erkrankungen sind in der bosnischen Gesellschaft stark stigmatisiert, weshalb Betroffene selten professionelle Hilfe suchen.
Durch Einzel- und Gruppentherapien bauen die Teilnehmer:innen ein gesundes Selbstwertgefühl auf. Kinder profitieren von Kunsttherapie, therapeutischem Reiten und thematischen Workshops.
Hintergrund & Herausforderungen
Die Folgen des Bosnienkrieges (1992–1995) sind bis heute spürbar:
Über kamen im Bosnienkrieg ums Leben 90.000 Menschen
~2,2 Millionen Menschen vertrieben oder geflohen
Kriegsverbrechen: ethnische Säuberungen, systematische Massenvergewaltigungen, Massaker von Srebrenica (1995)
Jede von häuslicher Gewalt betroffen 4. Familie
Psychische Erkrankungen stark stigmatisiert in der bosnischen Gesellschaft
Projektaktivitäten
Das Step-Forward-Projekt bot ein breites Spektrum an psychosozialen Maßnahmen:
- Öffentlichkeitsarbeit zu psychischer Gesundheit
- Einzel- und Gruppentherapien für mindestens 150 Begünstigte
- Lebenskompetenzen: emotionale Intelligenz, Selbstregulation, Kommunikation
- Kreative Angebote: Kunsttherapie, therapeutisches Reiten, Brettspiele
- Museums- und Kinobesuche für 50+ Kinder
- Publikationen zur psychischen Gesundheit
Projektergebnisse
Häufige Fragen
Stand: 30.06.2024
Warum ist psychosoziale Unterstützung in Bosnien so wichtig?
Der Bosnienkrieg hat tiefe Wunden hinterlassen. Viele Überlebende — insbesondere Frauen und Kinder — leiden unter PTBS, Angststörungen und Depressionen. Psychische Erkrankungen sind stark stigmatisiert, sodass professionelle Hilfe selten in Anspruch genommen wird. Projekte wie Step Forward brechen dieses Tabu und bieten niedrigschwellige Unterstützung.
Wie wurde mit Kriegstraumata gearbeitet?
Das Projekt setzte auf eine Kombination aus professionellen Einzel- und Gruppentherapien, kreativen Ansätzen wie Kunsttherapie und therapeutischem Reiten sowie Workshops zur Stärkung von Lebenskompetenzen. Für Kinder wurden altersgerechte Formate wie Brettspiele, Museums- und Kinobesuche angeboten.
Wie wird die Nachhaltigkeit sichergestellt?
Durch Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen zur psychischen Gesundheit wird langfristig Bewusstsein geschaffen. Die Teilnehmer:innen erwerben Kompetenzen in Selbstregulation und Kommunikation, die sie weitertragen. Die Zusammenarbeit mit Islamic Relief Bosnien und Herzegowina als lokalem Partner gewährleistet zudem die Verankerung in bestehende Strukturen.
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